Arbeitspapiere (working paper)

Arbeitspapiere (working paper) dienen zur Diskussion von Thesen, Methoden und ersten Befunden eines Forschungsvorhabens oder stellen Positionspapiere von gesellschaftlichen Akteuren zu wissenschaftlich aktuellen Fragen dar. Arbeitspapiere sind nicht wissenschaftlich begutachtet.

Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung

Titel:

Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung im Quartier: Potentiale sozialer Praktiken aus dem Ökodorf Sieben Linden

Autor/in:

Giulia Nentwig, Laura Daviña König, Kim Marie Wassmann, Damian Winter und Pirjo Susanne Schack

Kurzfassung:

Um die Außer-Haus-Verpflegung auf Quartiersebene nachhaltiger zu gestalten, greift das vorliegende Paper auf das Good Practice Beispiel des Ökodorfs Sieben Linden zurück. Dessen Verpflegungskonzept wird insbesondere unter dem Ge­sichtspunkt sozialer Praktiken untersucht. Trotz struktureller Unterschiede lassen sich einige der im Ökodorf angewandten sozialen Praktiken – teils in angepasster Form – auf die Entwicklung eines Mittagstisches im Quartier übertragen. Wie im Ökodorf können auch im Quartier zahlreich „Interlocking-Effekte“ durch einen ge­meinsam organisierten, nachhaltigen Mittagstisch entstehen.

Schlagworte:

Nachhaltigkeit, Gemeinschaftsverpflegung, Quartier, Ökodorf, so­ziale Praktiken

Title:

Sustainable community canteen in the quarter: Potentials of social prac­tices from the ecovillage Sieben Linden

Abstract:

In order to make out-of-home catering more sustainable at neighbourhood level, this paper draws on the good practice example of the ecovillage Sieben Linden. Its catering concept is examined in particular from the point of view of social practices. Despite structural differences, some of the social practices applied in the ecovillage can be transferred – sometimes in an adapted form – to the development of a lunch table in the neighbourhood. As in the ecovillage, numerous „interlocking effects“ can be created in the neighbourhood through a jointly organised, sustainable lunch.

Keywords:

sustainability, community canteen, quarter, ecovillage, social prac­tices

DOI:

10.23782/HUW_13_2020

Best Practice Projekte HDL

Titel:

Best-Practice-Projekte zur Förderung von haushaltsnahen Dienst­leistungs­angeboten

Autor/in:

​Natalie Becker und Christine Küster

Kurzfassung:

​Der Bedarf der Privathaushalte an haushaltsnahen Dienstleistungen ist steigend, sodass die Angebotsseite die Nachfrage zum Teil nicht bedienen kann. Diese Situ­ation ist der Anlass für den vorliegenden Überblick über bereits bestehende erfolg­reiche Projekte zur Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungsangeboten. Die­ser Überblick soll zur Anregung und Aufforderung dienen, vorhandene Projekte anzupassen und zu verbessern sowie neue Projekte zu initiieren. Die hier gewählte systematische Vorgehensweise stellt Best-Practice-Projekte zusammen, die mög­lichst transparent dargestellt werden.

Schlagworte:

Best Practice, haushaltsnahe Dienstleistungen, Hauswirtschaft, Ar­beitsmarkt, Qualifizierung

Title:

Best-Practice-Projects for the Support of Household Services

Abstract:

The demand for household services by private households is growing, so that the supply side is partially unable to meet the demand. This situation is the motivation for this overview of already existing successful projects for the support of house­hold service offers. These projects are intended to serve as a stimulus and invita­tion to adapt and improve existing projects and to initiate new projects. Best prac­tice projects have been compiled through a systematic procedure and are pre­sented as transparently as possible.

Keywords:

Best Practice, household services, home economics, labour market, qualification

DOI:

10.23782/HUW_15_2020

Corona Zwischenruf

Titel:

Care- und Klimakrise zusammen denken und für eine grundlegende Neujustierung von Wirtschaft und Gesellschaft nutzen
– Ein Zwischenruf in Zeiten von Corona –

Autor/in:

Uta Meier-Gräwe

Kurzfassung:

Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, was viele Bürger*innen in den letzten Jahren nicht mehr für möglich gehalten haben: Politik erweist sich als handlungsfähig und vermag im Interesse des Gemeinwohls entschlossen und mitunter atemberaubend schnell zu agieren. …

Schlagworte:

Corona, Pandemie, Care, Klima, SAHGE

Title:
Abstract:
Keywords:
DOI:

10.23782/HUW_11_2020

Bioindikator Spuelmaschine

Titel:

Entwicklung eines neuen Bioindikatorsystems zur Prüfung der Hygienewirkung von Geschirrspülverfahren unter besonderer Berücksichtigung von englumigem Spülgut

Autor/in:

Anna-Maria Rager, Maren Eggers, Benjamin Eilts und Astrid Klingshirn

Kurzfassung:

Die Aufbereitung von Spülgut aus hygienisch sensiblen Bereichen stellt Einrichtun­gen wie z. B. Kindertagesstätten und Pflegeheime vor Herausforderungen. In Ein­richtungen, in denen Menschen mit noch nicht vollständig ausgebildeter oder ein­geschränkter Immunabwehr untergebracht sind, ist die Gewährleistung von hygi­enisch einwandfreiem Spülgut zur Vermeidung der Übertragung von Krankheitser­regern sicherzustellen. Der Einsatz von Haushaltsgeschirrspülern in hygienisch sensiblen Bereichen wird von Überwachungsbehörden daher kritisch betrachtet. Mittels eines neuentwickelten Bioindikatorsystems soll die hygienische Aufberei­tung von v. a. englumigem Spülgut in Geschirrspülmaschinen in diesen Einrich­tun­gen untersucht werden.

Schlagworte:

Hygiene, Geschirrspülmaschine, Bioindikatorsystem, Keimreduk­tion, DIN SPEC 10534

Title:

Development of a new bioindicator system for testing the hygienic effects of dishwashing processes with special consideration of tight wash ware

Abstract:

The processing of wash ware from hygienically sensitive areas presents a challenge to facilities such as daycare centers and nursing homes. In facilities in which peo­ple with limited immune defenses are accommodated, the guarantee of hygieni­cally perfect wash ware must be ensured to prevent the transmission of pathogens. The use of household dishwashers in hygienically sensitive areas is therefore viewed critically by monitoring authorities. By means of a newly developed bioin­dicator system, the hygienic processing of dishwashing products in dishwashers in these facilities will be investigated.

Keywords:

hygiene, dishwasher, bioindicator system, germ reduction, DIN SPEC 10534

DOI:

10.23782/HUW_10_2020

Nachhaltigkeit Geschirrspueler

Titel:

Nachhaltigkeit beim maschinellen Geschirrspülen: Analyse des Verbraucherverhaltens mittels mobiler Ethnographie

Autor/in:

Astrid Klingshirn, Florian Burkart, Benjamin Eilts, Franziska Fecht, Lars Gumbel, Anne Lea Schillinger, Mara Strenger und Saskia Weber

Kurzfassung:

Mittels mobiler Ethnographie wird das Verbraucherverhalten beim maschinellen Geschirrspülen mit Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte analysiert. Hierbei wird auch der Einfluss eines Wechsels des eingesetzten Maschinengeschirrspülmittels auf eine ökologische, petrochemie- und enzymfreie Variante untersucht. Hauptansatzpunkte zur Verbesserung der Nachhaltigkeit zeigen sich beim Einsatz der Reinigungschemie, der weiteren Sensibilisierung der Programmwahl und im Bereich des Vorspülens. Der ökologische Testreiniger wird von mehr als 75 % der Probanden mit einer zufriedenstellenden Reinigungsleistung bewertet. Rezepturanpassungen sind nötig, um v. a. Spülgut aus Glas und Metall optimal zu reinigen.

Schlagworte:

Geschirrspülmaschine, Nutzerverhalten, mobile Ethnographie, Reinigungszufriedenheit, Nachhaltigkeit

Title:

Sustainability in automatic dishwashing: Analysis of consumer behavior by mobile ethnography

Abstract:

Consumer behavior and attitudes related to sustainable dishwasher usage is analyzed, applying mobile ethnography. In addition, the impact of changing the dishwashing detergent to an ecologic detergent, that does not contain petrochemicals and enzymes, is investigated. The key aspects in dishwasher usage are the right application of required dishwashing detergents and aids, program choice and the pre-cleaning of dishes. Consumer behavior analysis clearly shows, that further consumer sensitizing is necessary especially for those aspects. The ecologic dishwasher detergent is positively rated in its cleaning performance by more than 75 % of the consumer panelists. Further improvements of the detergent formula are necessary, especially to improve the cleaning performance for glass, cutlery and pans.

Keywords:

Dishwasher, user behavior, mobile ethnography, cleaning performance, sustainability

DOI:

10.23782/HUW_09_2020

Referenzdaten

Titel:

Methodische Möglichkeiten einer verbesserten Individualisierung von Referenzdaten für die Budgetberatung

Autor/in:

Heide Preuße

Kurzfassung:

​Referenzdaten und Referenzbudgets sind für die Budgetberatung umso besser ge­eignet, je genauer sie einerseits soziodemographische und sozioökonomische Merkmale des Einzelhaushalts widerspiegeln sowie andererseits auch Besonder­heiten seiner Lebensweise berücksichtigen. Im vorliegenden Beitrag werden me­thodische Möglichkeiten untersucht, um die Aussagefähigkeit bereits vorliegender Re­ferenzdaten (Preuße 2018) besonders für all die Haushalte zu erhöhen, deren Konsummuster vom Durchschnitt abweichen. Ansatzpunkte hierfür sind im ver­wendeten Datenmaterial der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) die Rele­vanz bzw. das Nichtvorliegen bestimmter Ausgabenarten einerseits sowie Ver­tei­lungen ausgewählter Konsumausgaben andererseits.

Schlagworte:

Privathaushalt, Referenzdaten, Konsumausgaben, Haushaltsstil, Budgetberatung

Title:

Methodological possibilities for an improved individualization of reference data for budget counselling

Abstract:

​The article analyses methodological starting points in order to increase the infor­mative value of existing reference data (Preuße 2018), especially for those house­holds whose con­sumption patterns deviate from the average. Two feasible possi­bilities are identified in the primary statistics of the income and consumption sur­vey (EVS) which are the relevance or non-existence of certain types of expenditure on the one hand and distributions of selected consumption expenditure on the other hand.

Keywords:

Private household, reference data, expenses, household style, budget counselling

DOI:

10.23782/HUW_15_2019

Dietary Assessment

Title:

Innovative Dietary Assessment Technologies to fill the (Micro-) Nutrient Data Gap

Autor/in:

Sara Jansen

Abstract:

Micronutrient data is needed to understand combined forms of malnutrition and their health consequences. This is rather important e.g. for geriatric nursing and clinical nutrition. This report presents current efforts to close the gap in individual (micro-)nutrient data, focusing on low income countries. Three methods using in­novative technologies for optimizing dietary assessment are presented: the INDDEX24 app, the Automated Ingestion Monitor (AIM) and handheld spec­tro­meters. While for INDDEX24 implementation is underway and for AIM free living validation is planned, for the handheld spectrometers a lot of work still needs to be done to make them an accurate method for broad nutrient analysis.

Keywords:

nutrition assessment, low-income countries, NIR-spectroscopy, minerals, ma­chine learning

Titel:

Innovative Technologien der Ernährungserhebung zur Schließung der (Mikro-) Nährstoffdatenlücke

Kurzfassung:

Mikronährstoffdaten sind notwendig, um die verschiedenen Formen von Mangel­ernährung und ihre gesundheitlichen Folgen zu verstehen. Deren Kenntnis ist z. B. auch für Altenpflege und klinische Ernährung von großer Bedeutung. Dieser Bericht zeigt ak­tuelle Ansätze, die Datenlücke bei den (Mikro-)Nährstoffen messtechnisch zu schließen. Die Einsatzfähigkeit dreier Technologien zur Ernährungserhebung ins­besondere in Ländern mit Niedrigeinkommen wird diskutiert: die INDDEX24-App, der Automated Ingestion Mo­nitor (AIM) und das Mikro-Spektrometer. Wäh­rend INDDEX24 bereits implemen­tiert und für AIM eine free-living Validierung ge­plant wird, ist weitere Forschung notwendig, bis Mikro-Spektrometer umfassende Nähr­stoffanalysen ermöglichen.

Schlagworte:

Ernährungserhebung, Niedrigeinkommen, NIR-Spektroskopie, Mi­ne­ralstoffversorgung, Maschinelles Lernen

DOI:

10.23782/HUW_12_2019

Haushalte und CO2

Titel:

Zur Bedeutung der Privathaushalte für die CO2-Emission Deutschlands. Teil 1: Makroökonomische Analyse unter anteiliger Einbeziehung der Sektoren Energiewirtschaft und Verkehr.

Autor/in:

Elmar Schlich

Kurzfassung:

Die deutschen Haushalte verursachen laut den hier dargelegten Berechnungen mehr als 40 % aller CO2-Emissionen, sofern die Emissionen des Stromverbrauchs der Haushalte (Indoor) und der haushaltsbezogenen Verkehrsleistungen (Outdoor) anteilig hinzugerechnet werden. Die amtliche Statistik sieht den Anteil der Haus­halte hingegen nur bei 17 % der CO2-Emission, da deren Stromverbrauch und Verkehrsleistungen traditionell den Sektoren Energiewirtschaft und Verkehr, nicht aber den Haushalten als Verursacher zugerechnet werden. Ein wesentlicher Schlüssel zur Reduktion der CO2-Emission liegt somit bei den privaten Haushalten, hier vor allem beim Motorisierten Individualverkehr (MIV) und beim Luftverkehr.

Schlagworte:

Haushalt, CO2-Emission, Makroökonomie, Stromverbrauch, Verkehr

Title:

The impact of the private households on the German CO2-emission. Part 1: Macroeconomic analysis under partial inclusion of the sectors energy supply and traffic.

Abstract:

German households are responsible for more than 40 % of the entire CO2-emis­sion, if the pro rata CO2-emission of power supply (indoor) and traffic (outdoor) individually caused by the households is added. However, the official statistics al­locate just 17 % of the CO2-emission to the households, because their individual current consumption and traffic performance traditionally belongs to the sectors of energy supply and traffic, but not to the households as cause. On that score the private households play the pivotal role for reducing the German CO2-emission, especially at their individual motor and air traffic.

Keywords:

Household, CO2-emission, macroeconomics, power supply, traffic

DOI:

10.23782/HUW_08_2019

Hauswirtschaftliche Betreuung

Titel:

Hauswirtschaftliche Betreuung – Das Handlungskonzept der alltags­integrierten Förderung und Aktivierung in seiner Bedeutung

  • für das Profil der Profession Hauswirtschaft und
  • für die Berufe der Hauswirtschaft

Autor/in:

Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (Hrsg.), Martina Feulner

Kurzfassung:

Die Differenzierung hauswirtschaftlichen Handelns an Hand definierter Konzepte wird immer wichtiger. Mit der hauswirtschaftlichen Betreuung steht der Hauswirt­schaft ein Rahmenkonzept zur Verfügung, mit dem der Alltag in sozialen Einrich­tungen und Diensten zur Erschließung von Förder- und Aktivierungsmöglichkeiten genutzt werden kann. Der Beitrag zeigt Eck­punkte des Handlungskonzeptes und wirksame Spezialisierungen in verschiedenen Feldern der sozialen Arbeit. Dar­über hinaus wird dessen Bedeutung für die Profes­sion Hauswirtschaft und für die zu­ge­hörigen Berufe dargestellt.

Schlagworte:

Hauswirtschaft, Betreuung, Alltagskompetenz, Aktivierung, Förde­rung

Title:

Professional domestic care – the concept of action for activation and support of the daily life and its meaning

  • for the profile of home economics and
  • for the belonging vocations

Abstract:

The differentiation of professional domestic care by means of defined concepts becomes more and more important. The concept of professional domestic care provides a comprehensive framework for the development of life skills in social institutions and services so as to activate and support the daily life of the inhabit­ants. The paper shows corner marks of the care concept and effective specializa­tions in dif­ferent social fields and indicates its meaning for the professional domes­tic care and the belonging vocations.

Keywords:

Home economics, care, life skills, activation, support

DOI:

10.23782/HUW_25_2018

Energy use behavior

Title:

Cross-country comparison of energy use behavior in households

Autor/in:

Maud Fournier

Abstract:

Households contribute greatly to their country’s emissions of greenhouse gases, especially with their use of energy at home or with their car. This paper intends to prove statistically that their behavior is not only influenced by the technical characteristics of these households, but also by the culture of the country and its awareness towards the impact that saving energy can have on the world’s ecolog­ical footprint. These aspects are clearly figured out by a macro-statistical compar­ison of households of the USA and Germany (Long, Mills and Schleich 2018).

Keywords:

Household, behavior, energy use, statistical study, global warming

Titel:

Ländervergleich des Energieverbrauchverhaltens privater Haushalte

Kurzfassung:

Haushalte tragen intensiv zu den Treibhausgasemissionen ihres Landes bei, insbe­sondere durch den Energieverbrauch zu Hause oder mit dem Auto. Dieser Artikel zeigt durch statistischen Nachweis, dass das Verhalten der Haushalte nicht nur von deren technischen Eigenschaften beeinflusst wird, sondern auch von den kulturel­len Besonderheiten des Landes und dessen Bewusstsein für die Auswirkungen des Energiesparens auf den ökologischen Fußabdruck der Welt. Diese Aspekte werden im makrostatistischen Vergleich von Haushalten in USA und in Deutschland klar verdeutlicht (Long, Mills and Schleich 2018)

Schlagworte:

Privathaushalt, Verhalten, Energieverbrauch, Makrostatistik, Erderwärmung

DOI:

10.23782/HUW_22_2018